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It Takes Two to Tango.
Frühe Kindheit an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Entwicklungspsychologie

Fachtagung, Berlin, 14.-16.05.2003
Programm

Mittwoch, 14.05.2003

11.00 -16.00 Uhr

Pre-Conference-Workshop I

The Care-Index - An Observation Measure for Parent-Child-Interaction
Der Care-Index - Ein Beobachtungsverfahren zur Eltern-Kind-Interaktion

Der Care-Index ist ein praxisnahes und zeitökonomisches Beobachtungsverfahren vor bindungstheoretischem Hintergrund. Es erfasst die Qualität der Eltern-Kind-Interaktion von der Geburt bis etwa zum zweiten Lebensjahr des Kindes. Beobachtungsgrundlage sind 3-5-minütige Videointeraktionen. Eingeschätzt werden feinfühliges, feindseliges und nicht-responsives Verhalten bei der Bindungsperson sowie kooperatives, zwanghaft angepasstes, schwieriges oder passives Verhalten beim Kind.

Patricia M. Crittenden, Ph.D.,

Leiterin des Instituts für Familienbeziehungen, Miami, USA

Pre-Conference-Workshop II

Vorstellung von Konzepten zur Frühesterkennung von Entwicklungsgefährdung von Kindern aus Hochrisikofamilien sowie von Modellen zur Früherkennung von Gefährdungen im Bereich der Geburtshilfe. Eine vergleichende Analyse vorliegender Beobachtungsbögen zum Screeningverfahren aus verschiedenen Jugendämtern und Klinikeinrichtungen in Deutschland.

17.00 Uhr

Eröffnung und Begrüßung: Dr. Rolf-Peter Löhr,

Geschäftsführer, Verein für Kommunalwissenschaften e.V., Berlin

Renate Schmidt (Grußwort per Video)

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin

Christa-Maria Blankenburg,

Vorstandsvorsitzende, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin e.V.

Prof. Dr. Jörg Fegert,

Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

18.00 Uhr

Eröffnungsvorträge
Moderation: Prof. Dr. Jörg Fegert

Frühe Prävention im Spannungsfeld von Kindeswohl, elterlicher Autonomie und institutioneller Hilfe

Prof. Christoph Haefeli lic. iur./dipl. SA,

Rektor der Hochschule für Soziale Arbeit Luzern, Fachhochschule Zentralschweiz

Early Preventive Intervention in High-Risk Children: The Contribution of Attachment Theory and Research Frühe Förderung von Hochrisiko-Kindern: Der Beitrag von Bindungstheorie und -forschung

Patricia M. Crittenden, Ph.D.,

Leiterin des Instituts für Familienbeziehungen, Miami, USA

Nachfragen und Diskussion

20.00 Uhr

Abendbuffet

Donnerstag, 15.05.2003

09.00 Uhr

Fortsetzung der Tagung
Moderation: Barbara Bütow,

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Liaison Jugendhilfe und Entwicklungspsychologie der frühen Kindheit? Interdisziplinäre Kooperation am Beispiel eines Weiterbildungsprojektes

Dr. Ute Ziegenhain,

Pädagogische Leiterin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Nachfragen und Diskussion

10.00 Uhr

Frühe und sekundär-präventive Hilfen - Möglichkeiten und Grenzen der aktuellen Jugendhilfepolitik

Ministerialrat Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner,

Leiter des Referates Kinder- und Jugendhilferecht, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bonn

Nachfragen und Diskussion

11.00 Uhr

Kaffeepause

11.30 Uhr

Warum Hilfen für Säuglinge und Kleinkinder rechtzeitig und kindspezifisch sein müssen

Prof. Dr. Hellgard Rauh,

Professorin für Psychologie, Leiterin der Abteilung Entwicklungspsychologie, Institut für Psychologie, Universität Potsdam

Nachfragen und Diskussion

12.30 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

Warum es für die Kinder- und Jugendhilfe so notwendig ist, Familien früh zu unterstützen

Heinz-Hermann Werner,

Leiter des Jugendamtes der Stadt Mannheim

Nachfragen und Diskussion

14.30 Uhr

Diskussion in Arbeitsgruppen

AG 1: Interdisziplinäre Weiterbildungscurricula für die Praxis der Jugendhilfe - Was müssen sie leisten, was können sie leisten?

Prof. Dr. Hans-Joachim Schwartz,

Fachhochschullehrer im Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel

Dr. Mauri Fries,

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Modellprojektes "Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern"

AG 2: Umgang mit Vernachlässigung und Misshandlung - Praktische Vorgehensweisen und ethische Implikationen

Prof. apl. Dr. Reiner Frank,

Institut für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

Renate Blum-Maurice,

Fachleiterin, Kinderschutzzentrum Köln

AG 3: Beratung und Therapie bei Familien mit besonderen Risiken - Chancen und Grenzen interdisziplinärer Zusammenarbeit

Inge Beyersmann,

Projektleiterin der Frühberatungsstelle im Haus der Familie Bremen-Hemelingen und Fachberaterin für Städtische Kindertageseinrichtungen, Amt für Soziale Dienste, Bremen

Dr. Sabine Höck

Medizinische Leiterin, Arbeitsstelle Frühförderung Bayern, München

AG 4: Implementierung entwicklungspsychologischer Beratung - Erfahrungen eines Trägers ambulanter und stationärer Hilfen zur Erziehung / Leistungsvereinbarungen mit dem Jugendamt

Heino Bösinger,

Leiter der Jugendnotaufnahme Hütte e.V., Rostock

Barbara Bütow,

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Modellprojektes "Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern"

AG 5: Strukturelle und administrative Voraussetzungen bei der Umsetzung präventiver Hilfen

Ministerialdirigentin Gabriele Brick,

Leiterin der Abteilung Jugend und Sport, Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin

Dirk Friedrichs,

Referent, Abteilung Jugend, Familie, Seniorinnen/Senioren, Hessisches Sozialministerium, Wiesbaden

AG 6: Früherkennung von Entwicklungsgefährdung bei Säuglingen und Kleinkindern und die Bedeutung von Elternarbeit zur Koordinierung von Hilfen

Bärbel Derksen,

Deutsches Rotes Kreuz Berlin Süd-West, Haus der Familie; Freie Mitarbeiterin im Projekt "Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern",

N.N.,

Landesjugendamt Berlin

AG 7: Fütterprobleme und Fütterstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern

Irene Chatoor, M.D.,

Professorin für Psychiatrie und Kinderheilkunde, Medizinische Fakultät der George Washington Universität; Stellvertretende Vorsitzende und Direktorin am Zentrum für seelische Gesundheit von Säuglingen und Kleinkindern, Abteilung Psychiatrie am Nationalen Kinderkrankenhaus Washington D.C., USA

18.00 Uhr

Abendimbiss

Freitag, 16.05.2003

09.00 Uhr

Fortsetzung der Tagung
Moderation: Ministerialrat Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner,

Leiter des Referates Kinder- und Jugendhilferecht, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bonn

"Was ist wenn?" - Wege, Umwege und Unwegsamkeiten der psychosozialen Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern am Beispiel der Arbeit mit Hochrisikofamilien in den USA

Teresa Jacobsen, Ph.D.,

Professorin für Psychologie, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universität von Illinois, Chicago, USA

Nachfragen und Diskussion

10.00 Uhr

"Was ist wenn?" Beratung und Therapie von Familien mit Säuglingen und Kleinkindern mit Fütterstörungen

Irene Chatoor, M.D.

Professorin für Psychiatrie und Kinderheilkunde, Medizinische Fakultät der George Washington Universität; Stellvertretende Vorsitzende und Direktorin am Zentrum für seelische Gesundheit von Säuglingen und Kleinkindern, Abteilung Psychiatrie am Nationalen Kinderkrankenhaus Washington D.C., USA

Nachfragen und Diskussion

11.00 Uhr

Kaffeepause

11.20 Uhr

Überlegungen zur Implementierung und Verstetigung sekundär-präventiver Beratungsansätze in der Jugendhilfe-Praxis

Prof. Dr. Jörg Fegert,

Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Nachfragen und Diskussion

12.20 Uhr

Abschlussplenum: (Entwicklungspsychologische) Potenziale nutzen - Wohin geht die Jugendhilfe in der Praxis?

Ministerialdirigentin Gabriele Brick,

Leiterin der Abteilung Jugend und Sport, Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin

Rosemarie Daumüller,

Referentin, Abteilung Frauen, Jugend und Familie im Diakonischen Werk der EKD, Stuttgart

Prof. Dr. Jörg Fegert,

Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Dr. Mauri Fries,

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Donald Vogel,

Leiter der Koordinationsstelle der Kinder- und Jugendambulanzen / Sozialpädiatrische Zentren, Berlin

Heinz-Hermann Werner,

Leiter des Jugendamtes der Stadt Mannheim

14.00 Uhr

Ende der Fachtagung


Praktische Hinweise

Veranstalter:

Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK),
Ernst-Reuter-Haus, Berlin
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin
Telefon: 030 39001 136
Fax: 030 39001 146
E-Mail: agfj@vfk.de
Internet: www.vfk.de/agfj


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