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Die Verantwortung der Jugendhilfe für Kinder von Eltern mit chronischen Belastungen

Fachtagung, Berlin, 17.-18.06.2004
Programm

Donnerstag, 17.06.2004

11.00 Uhr

Eröffnung: Dr. Rolf-Peter Löhr,

Geschäftsführer des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V., Berlin

Moderation: Dr. Jörg Maywald,

Geschäftsführer, Deutsche Liga für das Kind e.V., Berlin

11.15 Uhr

Lebenssituationen von Kindern psychisch kranker Eltern

Reflexion und Perspektiven aus fachlicher Sicht und persönliche Erfahrungen

Katja Beeck,

Diplom-Medienberaterin, Netz-und-Boden - Initiative für Kinder psychisch kranker Eltern, Berlin

12.00 Uhr

Spezifische Störungsbilder chronisch belasteter Eltern und deren Auswirkungen auf ihre Erziehungsfähigkeit

Hochrisikokonstellationen, die man kennen muss
Vorstellung der Leitlinien für Bindungsstörungen

Prof. Dr. Ulrike Lehmkuhl,

Professorin an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Charité Berlin, Campus Virchow-Klinikum

Nachfragen und Diskussion

12.45 Uhr

Mittagspause

14.00 Uhr

Die Entstehung seelischer Erkrankungen: Risiko- und Schutzfaktoren

Wie werden Risiko- und Schutzfaktoren altersbezogen definiert?
Welche Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung und den Alltag betroffener Kinder hat das Zusammenleben mit chronisch belasteten Eltern?
Wie können betroffene Kinder erkannt werden?
Was brauchen diese Kinder, was sie nicht haben?
Was passiert, wenn betroffene Kinder keine Hilfe erhalten?
Wie sollte Interdisziplinarität hier aussehen?

Prof. Dr. Jürgen Körner,

Psychoanalytiker, Professor für Sozialpädagogik an der Freien Universität Berlin; Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, Berlin

Nachfragen und Diskussion

14.45 Uhr

Vorstellung von Forschungsergebnissen des Projektes KAFKA.
Kinder und Eltern zwischen Psychiatrie und Jugendhilfe:

Analyse der Lebenssituation von Kindern psychisch kranker Eltern
Anforderungen an sozialpädagogisches Handeln

Dr. Sabine Wagenblass,

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Soziale Arbeit e.V. (ISA), Münster

Nachfragen und Diskussion

15.30 Uhr

Kaffeepause

16.00 Uhr

Kinder aus suchtbelasteten Familien

Risiken und Resilienzen in Bezug auf die Entwicklungsverläufe der Kinder
Hilfen: Kooperation und Koordination, Frühintervention, Arbeit mit Kindern

Prof. Dr. Michael Klein,

Dipl.-Psychologe, Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, Klinische Psychologie und Sozialpsychologie

Nachfrage und Dikussion

16.45 Uhr

Arbeitsgruppen - Praxisbeispiele/Spezialangebote aus der Jugendhilfe

AG 1

KIPKEL e.V.: Ein Präventionsangebot für Kinder psychisch kranker Eltern
Dr. Michael Hipp,

Arzt im Sozialpsychiatrischen Dienst Hilden

Susanna Staets,

Kindertherapeutin, Praxis für Kunst- und Kinderpsychotherapie, Haan

AG 2

Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern und mehr...
Alexandra Szylowicki,

Diplom-Sozialpädagogin, PFIFF e.V. - Pflegekinder und ihre Familien Förderverein Hamburg

AG 3

Präventiv gedacht: Das Kinderprojekt Auryn
Karin Schuhmann,

Heilpädagogin, Kinderprojekt Auryn, Bad Homburg

AG 4

Hilfeangebote für Kinder von Eltern mit chronischen Belastungen
Dr. med. Elisabeth Authmann, (angefragt)

Gesundheitsamt der Stadt Köln, Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG)

AG 5

MAKS-Freiburg - Modellprojekt Arbeit mit Kindern von Suchtkranken
Helga Dilger,

Projektleiterin, Freiburg

AG 6

Aufsuchende systemische Familientherapie Leipzig
Sylvia Heumann,

Sozialbezirksleiterin Allgemeiner Sozialer Dienst Leipzig-Nord, Jugendamt Leipzig

19.00 Uhr

Abendessen

   

Freitag, 18.06.2004

09.00 Uhr

Fortsetzung der Fachtagung

Moderation:

Kerstin Landua,

Leiterin der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe, Verein für Kommunalwissenschaften e.V., Berlin

Auf der Umsetzungsebene: Informations- und Kooperationswege

Ärztliche Schweigepflicht und Datenschutz: Ein Problem?
Rechtliche Grundlagen: Wann sollte ein Sorgerechtsentzug chronisch belasteter Eltern in Erwägung gezogen werden?
Kommunikation: Wer informiert betroffene Kinder und wie?
Kooperation: Welche Personen und Institutionen müssen an der Entwicklung von Hilfen und bei Problemlösungsstrategien beteiligt sein?

Dr. Thomas Meysen,

Fachlicher Leiter, Deutsches Institut für Familienhilfe und Jugendrecht (DIJuF), Heidelberg´

Nachfragen und Diskussion

10.00 Uhr

Kaffeepause

10.30

Vorstellung niedrigschwelliger vernetzter Hilfen für Kinder von Eltern mit chronischen Belastungen

Auxilium: Hilfe für drogengefährdete Jugendliche

In Kooperation mit dem Westfälischen Institut für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm betreibt der Verein für Integration, Betreuung und Lebensgestaltung e.V. eine Therapeutische Wohngruppe für drogenabhängige Jugendliche und Erwachsene

Joachim Dittrich,

Projektleiter, Malteser Therapeutische Wohngruppen Auxilium Hamm

Präventive Hilfen für jugendliche Mütter

Dr. Ute Ziegenhain,

Pädagogische Leiterin, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm

12.00 Uhr

Pause

12.30 Uhr

Zum Umgang mit Kindern aus Hochrisikofamilien in den USA
Teresa Jacobson, Ph. D.,

Professorin für Psychologie , Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universität von Illinois, Chicago, USA

14.00 Uhr

Ende der Fachtagung


Praktische Hinweise

Veranstalter:

Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK),
Ernst-Reuter-Haus, Berlin
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin
Telefon: 030 39001 136
Fax: 030 39001 146
E-Mail: agfj@vfk.de
Internet: www.vfk.de/agfj

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 04.06.2004 beim VfK an. Geben Sie bitte unbedingt auch Ihre jeweils gewünschte Arbeitsgruppe an. Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie spätestens nach Anmeldeschluss. Bei Abmeldung Ihrerseits nach dem 04.06.2004 ist die volle Gebühr gültig; die Tagungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich ist Ihre Anmeldung ggf. auf eine andere von Ihnen benannte Person übertragbar.

Kosten:

Die Tagungsgebühr beträgt 90 Euro. Bitte überweisen Sie diesen Betrag nach Erhalt der Rechnung/Bestätigung auf das Konto des VfK: Berliner Bank AG, BLZ 100 200 00, Konto-Nr. 99 19580 103, Verwendungszweck: FT 2/04 + Teilnehmername.

Übernachtung:

Die Buchung im Hotel nehmen Sie bitte selbst vor.

Das HOTEL IBIS BERLIN MITTE stellt bis einschließlich 03.05.2004 ein Zimmerkontingent zur Verfügung, das unter dem Stichwort "VfK" abgerufen werden kann. Das Einzelzimmer kostet pro Nacht 78 Euro inkl. Frühstück. Ihre Übernachtung zahlen Sie bitte bei Abreise direkt im Hotel.

Prenzlauer Allee 4, 10405 Berlin
(Nähe S-Bahnhof Alexanderplatz, fünf S-Bahnstationen vom Tagungsort entfernt.)

Telefon: 030 / 44 33 30
Fax: 030 / 44 33 31 11

Anreise:

Das Ernst-Reuter-Haus befindet sich im Zentrum Berlins, direkt am S-Bahnhof Tiergarten, eine S-Bahn-Station vom Bahnhof Zoologischer Garten entfernt. Genauere Angaben zu Ihrer Anreise erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.


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