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Frühe Intervention und Hilfe. Vom Neben- zum Miteinander von Pädiatrie und Jugendhilfe

Fachtagung, Berlin, 26.-28.04.2006
Programm

Mittwoch, 26. April 2006

13.00 Uhr

Eröffnung und Moderation: Dr. Rolf-Peter Löhr,

Geschäftsführer, Verein für Kommunalwissenschaften e.V., Berlin

Einführungsvortrag:
Frühe Intervention und Hilfe. Eine (neue) Herausforderung für Pädiatrie und Jugendhilfe. Was wissen wir, was wollen wir, was können wir tun? Welche Präventivmaßnahmen kann die Bundesregierung unterstützen?

Dr. Hermann Kues,

Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin

Grußworte:

PD Dr. Ute Thyen,

Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, Stellvertretende Leiterin der Sozialpädiatrie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Lübeck

Dr. med. Wolfram Hartmann,

Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kreuztal

14.00 Uhr

Rechtliche Grundlagen für die Kooperation von Pädiatrie und Kinder- und Jugendhilfe

Ministerialrat Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner,

Leiter des Referates Kinder- und Jugendhilferecht, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin


Nachfragen

15.15 Uhr

Kaffeepause

16.00 Uhr

Leitfäden, Arbeitskreise, Handlungsanleitungen gibt es schon viele. Hier und dort. Und zu viele nebeneinander.
Das Kind ist oftmals "Domäne", entweder der Pädiatrie oder der Jugendhilfe.
Wo sind sie denn nun aber, die "Löcher" im (Kooperations-)System?

 

aus kinderärztlicher Sicht:
PD Dr. Ute Thyen,

Stellvertretende Leiterin der Sozialpädiatrie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Lübeck


aus Sicht der Jugendhilfe:
Bruno Pfeifle,

Leiter des Jugendamts der Stadt Stuttgart


Diskussion im Plenum

17.30 Uhr

Abendessen

Donnerstag, 27. April 2006

09.00 Uhr

Fortsetzung der Fachtagung

 

Moderation: Dr. Helmut Hollmann,

Ärztlicher Leiter, Kinderneurologisches Zentrum, Rheinische Kliniken Bonn; Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialpädiatrischer Zentren, und

Wulfhild Reich,

Mitarbeiterin der Dienststelle Qualität und Qualifizierung, Jugendamt Stuttgart


Prävention durch Frühförderung: Modellversuch zur Prävention von Krankheit, Armut und Kriminalität für Kinder aus sozial benachteiligten Familien (Niedersachsen)

 

Anna Maier-Pfeiffer,

Projektleiterin "Frühe Förderung für Kinder aus randständigen Familien", Referentin im Niedersächsischen Sozialministerium, Hannover

Prof. Dr. Christian Pfeiffer,

Direktor und Vorstand, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V., Hannover

Nachfragen

10.30 Uhr

Pause

11.00

Das Familien- und Kinderzentrum der Kinderklinik Lauchhammer:
Ein Modellprojekt für familiäre Frühbetreuung nach dem Vorbild der finnischen "Neuvola"-Schwangeren- und Familienfürsorge

 

Hendrik Karpinski,

Chefarzt, Kinderklinik Niederlausitz, Senftenberg

N.N.,

Vertreter/in der örtlichen Jugendhilfe

Nachfragen

12.00 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

Lernende (Kooperations-)Systeme:
Das Präventionsprojekt: Zukunft für Kinder in Düsseldorf. Vorsorge - Beratung - Unterstützung. Clearingstelle

 

Dr. med. Bernhard Dombrowski,

Kinderarzt, Gesundheitsamt Düsseldorf

Dr. med. Wilfried Kratzsch,

Oberarzt, Kinderneurologisches Zentrum der Städtischen Kliniken Düsseldorf-Gerresheim

Peter Lukasczyk,

Leiter der Abteilung Soziale Dienste, Jugendamt Düsseldorf

Nachfragen und Diskussion

14.30 Uhr

"Löcher" im (Kooperations-)System schließen, aber wie?
- Diskussion in Arbeitsgruppen -

 

1: Von Kindeswohlgefährdungen und schwierigen Familien erfahren? Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9) als ein Zugangsweg hierzu?

Wie können sozial und finanziell benachteiligte Eltern professionell von der Schwangerschaft bis zur Einschulung des Kindes begleitet werden? Reicht die Teilnahme an Pflichtuntersuchungen aus, um Misshandlungen/Vernachlässigung von Kindern zu verhindern oder aufzudecken? Soll die Zahlung von Erziehungsgeld und/oder Kindergeld von der Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen abhängig gemacht werden?

Dr. Hermann-Josef Kahl,

Vorsitzender des Ausschusses für Prävention und Frühtherapie des Landes Nordrhein-Westfalen, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Kinder- und Jugendarzt, Kinderkardiologe, Düsseldorf

Dr. Georg Kohaupt,

Familienberater, Kinderschutz-Zentrum Berlin und Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Die Kinderschutzzentren

 

2: Möglichkeiten und Grenzen medizinischen und sozialarbeiterischen Handelns in der familiären Frühbetreuung

Wie kann eine familiäre Frühbetreuung aussehen, die nicht nur Fehlentwicklungen verhindern, sondern zugleich auch Familien bei der Bewältigung ihres Erziehungsalltags helfen soll,? Welche Verantwortung trägt der Einzelne in Abgrenzung zu anderen Beteiligten - Notwendigkeit von verbindlichen Absprachen?

Prof. Dr. med. Wieland Kiess,

Dekan der medizinischen Fakultät, Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche der Universität Leipzig

Dr. Siegfried Haller,

Leiter des Jugendamtes der Stadt Leipzig

 

3: Frühe Vernetzung der Aktivitäten von Jugendhilfe und Kinderärzten

Die Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern aus Hochrisikofamilien erfordert die Kooperation und Vernetzung von Jugendhilfe und Kinderärzten. Schritte auf dem Weg zu einer produktiven Zusammenarbeit? Welche Vorteile und Fallstricke gibt es in der Zusammenarbeit? Wie können sich Kinderärzte und Jugendämter bei der Betreuung von Hochrisikofamilien mit Säuglingen und Kleinkindern gegenseitig unterstützen? Wie können Übergänge so gestaltet werden, dass Familien nicht verloren gehen?

Sabina Schaefer,

Diplompsychologin, Supervisorin, Leiterin des Beratungszentrums Mitte (ASD und Erziehungsberatung) des Jugendamtes Stuttgart

Eberhard Schilling,

Niedergelassener Kinder- und Jugendarzt, Stuttgart

 

4: Grenzüberschreitendes Handeln - Umgang mit Datenschutz und Schweigepflicht bei Hilfeverweigerung

Was tun, wenn der Klient nicht ansprechbar ist, sein "Problem" nicht erkennt/erkennen will, keine Hilfe annimmt, aber dringender Handlungsbedarf besteht und eine weitere Profession/Institution angesprochen werden muss? Welche rechtlichen Grundlagen für Mediziner bzw. Mitarbeiter der Jugendhilfe sind bei einer Zusammenarbeit zu beachten? Sollte eine Einschränkung der Schweigepflicht erfolgen?

Prof. Dr. Gerhard Nothacker,

Professor für Recht in der sozialen Arbeit, Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Potsdam

Uta von Pirani,

Leiterin des Jugendamtes Charlottenburg/Wilmersdorf, Berlin

 

5: Ist die gemeinsame Hilfekonferenz eine Illusion?

Wege, die andere Seite kennen zu lernen, ohne "die Kooperationsfrage" in den Vordergrund zu stellen; aufmerksam gemacht zu werden auf Aspekte der jeweils anderen Profession. Wenn der Kinderarzt regelmäßiger Teilnehmer an der Hilfekonferenz wäre - ein Schritt auf dem Weg zu rechtzeitiger und ressourcenorientierter Hilfe? Rechtliche und finanzielle Probleme für den Kinderarzt, welche Auswege? Welche, insbesondere zeitlichen, Ressourcen müssen hierfür eingeplant werden und stehen real zur Verfügung?

Wolfgang Ruthemeier,

Regionaldienstleiter im Fachdienst Familie/Sozialer Dienst im Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück

Antje Reinhardt,

Ärztin im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück

 

6: Die dringende Notwendigkeit eines Casemanagements für die Kooperation von Pädiatrie und Jugendhilfe

Vorgestellt und diskutiert am Beispiel des Augsburger Nachsorgemodells: Möglichkeiten der Übertragung auf das Management von früher Prävention

Dr. Heinz Kindler,

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Deutsches Jugendinstitut München e.V.

Dr. Eberhard Motzkau,

Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Leiter der Ärztlichen Kinderschutzambulanz am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf

Karin Schwartzenberger,

Sozialarbeiterin und Casemanagerin, Kinderneurologisches Zentrum der Städtischen Kliniken Düsseldorf-Gerresheim

17.30 Uhr

Ende des 2. Arbeitstages

Freitag, 28. April 2006

09.00 Uhr

Fortsetzung der Fachtagung

Einführung und Moderation:
Dr. Helmut Hollmann,

Ärztlicher Leiter, Kinderneurologisches Zentrum, Rheinische Kliniken Bonn; Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialpädiatrischer Zentren, und

Wulfhild Reich,

Mitarbeiterin der Dienststelle Qualität und Qualifizierung, Jugendamt Stuttgart

"Löcher" im (Kooperations-) System schließen, aber wie?
- Berichte aus den Arbeitsgruppen -

10.30 Uhr

Kaffeepause

11.00 Uhr

Erwartungen an das (Kooperations-) System:
Fallmanagement und regionale Netzwerke

Placing the child at the centre - collaborative working and improvement of services: Learning from experience: New Multi-Agency Models of a London Safeguarding Board

Das Kind im Mittelpunkt - Zusammenwirken und Verbesserung von Hilfen: Aus der Erfahrung lernen: Das neue Modell der Multi-Service-Zentren eines Londoner Safeguarding Boards (Qualitätssicherungsbehörde)

 

Dr. Peter Lachman,

Consultant Paediatrician, Royal Free Hospital Hampstead NHS Trust London; Institute of Health Improvement, Cambridge Mass.
(Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten und simultan übersetzt.)

Nachfragen mit abschließender Plenumsdiskussion

Wie weiter? Pädiatrie und Jugendhilfe auf dem Prüfstand:
Was sind die nächsten Schritte zum besseren Miteinander?
Wie können dichtere Netzwerke aufgebaut werden?
Wie sollte eine idealtypische frühe Intervention und Hilfe aussehen?

13.00 Uhr

Ende der Fachtagung


Praktische Hinweise

Veranstalter:

Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK),
Ernst-Reuter-Haus, Berlin
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin
Telefon: 030 39001 136
Fax: 030 39001 146
E-Mail: agfj@vfk.de
Internet: www.vfk.de/agfj

Tagungsort:

Ernst-Reuter-Haus, Berlin
siehe Adresse des Veranstalters

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 10.4.2006 beim VfK an. . Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie spätestens nach Anmeldeschluss. Bei Abmeldung Ihrerseits nach dem 10.04.2006 ist die volle Gebühr gültig; die Tagungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich ist Ihre Anmeldung ggf. auf eine andere von Ihnen benannte Person übertragbar.

Kosten:

Die Tagungsgebühr beträgt 120 Euro. Bitte überweisen Sie diesen Betrag nach Erhalt der Rechnung/Bestätigung auf das angegebene Konto.

Übernachtung:

Die Buchung im Hotel nehmen Sie bitte selbst vor, in den u.g. jeweils mit dem Stichwort "VfK". Ihre Übernachtung zahlen Sie bitte bei Abreise direkt im Hotel.

Das IBIS-HOTEL AM OSTBAHNHOF stellt bis einschließlich 29.3.2006 ein Zimmerkontingent zur Verfügung. Das Einzelzimmer kostet pro Nacht 78 Euro inkl. Frühstück.
Adresse: An der Schillingbrücke 2, 10243 Berlin
(Nähe Ostbahnhof, sieben S-Bahn-Stationen vom Tagungsort entfernt)
Telefon: 030/25 76 00
Fax: 030/25 76 03 33

Das Hotel ALLEGRA (ALBRECHTSHOF) stellt bis einschließlich 15.3.2006 ein Zimmerkontingent zur Verfügung. Das Einzelzimmer kostet pro Nacht 84 Euro inkl. Frühstück.
Adresse: Albrechtstr. 8, 10117 Berlin
(Nähe S-Bahnhof Friedrichstraße, drei S-Bahn-Stationen vom Tagungsort entfernt)
Telefon: 030/3 08 86-0
Fax: 030/3 08 86-1 00

Das ACCOR Suitehotel Potsdamer Platz hält bis 30.03.2006 ein Zimmerkontingent bereit. Das Einzelzimmer kostet pro Nacht 89 Euro (Frühstück: 8 Euro).
Adresse: Anhalter Str. 2, 10963 Berlin
Telefon: 030/20 05 60
Fax: 030/20 05 62 00

Hinweis: Frühbucher können die günstige "Aktionsrate" im unmittelbaren Nachbarhaus des Veranstalters nutzen (ohne Stichwort "VfK"), die Sie über das Internet per Kreditkarte folgendermaßen buchen (Stornierung nicht möglich!): www.accor-hotels.com. Geben Sie Ihr Aufenthaltsdatum ein und wählen Sie: Berlin, Dorint Novotel Am Tiergarten. Für Nachfragen wenden Sie sich bitte direkt an das Hotel unter: 030/600 35-0.

Anreise:

Das Ernst-Reuter-Haus befindet sich im Zentrum Berlins, direkt am S-Bahnhof Tiergarten, eine S-Bahn-Station vom Bahnhof Zoologischer Garten entfernt.


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zuletzt geändert am 20.08.2008 - Kontakt: webmaster@fachtagungen-jugendhilfe.de - Impressum