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Kunststück Erziehung. Familienbildung als Angebot der Kinder- und Jugendhilfe (§16 SGB VIII)

Fachtagung, Berlin, 19.-20.04.2007
Programm

Donnerstag, 19. April 2007

11.00 Uhr

Eröffnung und Moderation:
Ministerialrat Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner

Leiter des Referates Kinder- und Jugendhilfe, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin

11.15 Uhr

Erziehung als Kunststück! Erziehung ein Kunststück? Kleine szenische Lesung aus „Der kleine Erziehungsberater“von Axel Hacke

Johannes Hampel

Berlin-Kreuzberg, verheiratet mit einer Immigrantin, zwei Söhne, von Beruf Dolmetscher

11.45 Uhr

Besser vorbeugen als heilen: Unterstützung der elterlichen Erziehungskompetenz durch Elternbildungsangebote

Prof. Dr. Jürgen Körner

Psychoanalytiker, Professor für Sozialpädagogik an der Freien Universität Berlin; Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft

Nachfragen

12.45 Uhr

Mittagspause

14.15 Uhr

Vorstellung und Diskussion von Praxismodellen in den Foren 1-3
(15.45-16.15 Uhr Kaffeepause)


Forum 1: Elternschule/Elternkurs/Elternseminar in Hamm, Remscheid und Stuttgart


Die Elternschule Hamm

Lebensweltorientierte Elternbildung in einem gesamtstädtischen Netzwerk.

Matthias Bartscher

Projektleiter, Elternschule Hamm


Das Elternseminar Stuttgart

Elternbildung mit kreativen Methoden für bildungsferne/bildungsnahe Eltern.

Carmen Kühnle-Weissflog

Elternbildnerin, Jugendamt Stuttgart


Fit für Kids®

Ein regionales Projekt für Remscheid und Umgebung, basierend auf der Elternkurskonzeption „Anleitende Erziehung“; in einer Elternschule sollen Kommunikations- und Problemlösungsfähigkeiten verbessert werden.

Ralf Knaack-Thomsen

Leiter der Flexiblen Erziehungshilfe der Jugendhilfe Aprath, Mitglied im Vorstand von Fit für Kids® e.V., Remscheid


Forum 2: Familienbildung in strukturschwachen, ländlichen Regionen


Vernetzungsmodell „Jugendhilfe im Landkreis Nordvorpommern“

Vernetzung von niedrigschwelligen Hilfen und Unterstützungsangeboten: In Jugendhilfestationen (freier Träger) werden Hilfen aus einer Hand angeboten, die im Umfeld der Familie stattfinden. Langfristiges Ziel: Verlagerung des Arbeitsschwerpunktes von den Hilfen zur Erziehung zu präventiven Angeboten. Bei Notwendigkeit intensiverer Hilfeformen erfolgt eine Weitervermittlung an das Jugendamt.

Eberhard Sack

Fachgebietsleiter Jugend/Schulen, Landkreis Nordvorpommern, Grimmen


Projekt mobile Familienbildung (moFa)

Verbreitung – Verstetigung – Vernetzung von Familienbildung in strukturschwachen, ländlichen Gebieten. Das Projekt stärkt freie und öffentliche Träger in ihrem Engagement für Familien und unterstützt mit seinen Angeboten den Auf- und Ausbau von niedrigschwelligen dezentralen Formen der Familienbildung, Schwerpunkt neue Bundesländer.

Dr. Heidemarie Waninger

Projektleiterin, AWO-Projekt mobile Familienbildung, Potsdam


Projekt Familienstabilisierung

Jugendhilfemaßnahme für junge Mütter/Familien mit Säuglingen unter Einbeziehung verschiedener Berufsgruppen.

Marita Theilen

Dipl.-Sozialpädagogin, Sozialdienst Katholischer Frauen, Lingen


Forum 3: Interkulturelle Elternarbeit in Berlin, Essen und München


Projekt Elternbriefe - Interkulturelle Elternarbeit in Berlin

Die türkisch-deutschen Elternbriefe werden in Berlin an türkische Familien mit kleinen Kindern verschickt. Bundesweit übernehmen dann Kooperationspartner (türkische Vereine, Migrantenberatungsstellen und Jugendämter) die Verteilung. Es werden damit sowohl Neuankömmlinge als auch die 3. Generation. angesprochen.

Dudu Sonmezçiçek

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Reaktion Elternbriefe,Arbeitskreis Neue Erziehung e.V., Berlin


Elternbildung und interkulturelle Sprachförderung in Essen

Umfassende Kenntnisse der deutschen Sprache als Voraussetzung für den späteren Bildungserfolg der Kinder. Das „Rucksack-Programm“ als eine Verknüpfung von interkultureller Sprachförderung und Elternbildung im Elementarbereich nach dem Prinzip „Mütter helfen Müttern“.

Tanris Breitkopf

Mitarbeiterin der RAA/Büro für interkulturelle Arbeit der Stadt Essen


Elternschule für türkische Familien in München

Wissen der türkischen Eltern über Entwicklungspsychologie und Pädagogik für 0- bis 6jährige Kinder erhöhen, familiale Ressourcen nutzen, mit dem Ziel der Verbesserung der Erziehungsfähigkeit und Prävention.

Dr. Ilhamy Atabay

Pädagoge und Psychologe, SOS Beratungs- und Familienzentrum München


17.45 Uhr

Abendessen

Freitag, 20. April 2007

09.00 Uhr

Fortsetzung der Tagung:
Vorstellung und Diskussion von Praxismodellen in den Foren 4-6
(10.30 bis 11.00 Uhr Kaffeepause)


Forum 4: Netzwerke zur Familienbildung in Halle, Bremen und Essen


Netzwerk Familienbildung Halle

Ein kooperativer Zusammenschluss der 5 Familienbildungsstätten mit Beratungsstellen, Kindertageseinrichtungen und sozialen Einrichtungen.

Lothar Rochau

Amtsleiter, Jugendamt Halle



Das Familiennetz Bremen und Bremerhaven

angebunden beim Deutschen Kinderschutzbund, ist eine Kontakt- und Koordinierungsstelle für Familienbildung. Die Kontaktstelle bietet Eltern und professionell Tätigen einen Informations-, Vermittlungs- und Erhebungsservice rund um das Thema „Familie“.

Anja Lohse und Dr. Peter Krams

Mitarbeiter im Familiennetz Bremen und Bremerhaven


ElternLernweltEssen

Mit einem Konzept zur Systematisierung und Intensivierung der Elternbildung wird ein Wechsel zu einer nachfrageorientierten Elternbildungsarbeit eingeleitet.

Peter Renzel

Amtsleiter, Jugendamt Essen


Forum 5: Familienzentren/Early-Excellence-Center


Eltern-Kind-Zentren/Familienzentren: Entwicklungslinien und Konzepte

Die Weiterentwicklung eltern- und kindfördernder Institutionen ist eine fachpolitische Forderung zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Familien. Ziel ist, die Bedarfe von Eltern und Kindern in einem ganzheitlichen Konzept aufzugreifen und eine integrierte Angebotsstruktur zu entwickeln. In der Praxis haben sich unterschiedliche Organisationsformen, Kooperationsnetze und Angebotsstrukturen entwickelt, die in der Arbeitsgruppe vorgestellt werden.

Angelika Diller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Deutsches Jugendinstitut e.V., München


Early-Excellence-Center

Das Kinder- und Familienzentrum Schillerstraße in Berlin engagiert sich im Bereich der frühkindlichen Erziehung. Vorbild sind die englischen „Early Excellence Centres", die seit langem erfolgreich arbeiten. Im Mittelpunkt des Programms steht das Kind mit seiner Einzigartigkeit. Jedes Kind ist exzellent und seine Eltern sind in den ersten Jahren die wichtigsten Erziehungsexperten.

Dr. Sabine Hebenstreit-Müller

Geschäftsführerin, Pestalozzi-Fröbel-Haus e.V., Berlin


Forum 6: Ressourcenorientierte Selbsthilfe/Trennungs- und Scheidungskinder


Müttergruppen in der Erziehungsberatung

Ressourcenorientiertes Angebot für Mütter von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten und Behinderungen.

Angelika Nehlsen

Dipl.-Pädagogin, Erziehungsberaterin, Beratungsstelle Bethel, Bielefeld


TSK - Trennungs- und Scheidungskinder

Gruppeninterventionsprogramm für Kinder mit getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern. Das vorliegende Manual ist ein Präventionsprogramm für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien im Alter zwischen sieben und elf Jahren. Das Programm soll Kindern helfen, das stressreiche Lebensereignis effektiver zu bewältigen, aktiv mit zu gestalten, um die Anpassung an die neue Lebenssituation besser zu meistern.
In einer Gruppe mit sechs bis acht Kindern können scheidungsspezifische Themen bearbeitet werden und es kann eine Unterstützung bei der Neuorganisation des familialen Alltags nach der Trennung und/oder Scheidung der Eltern angeboten werden.

Irmgard Köster-Goorkotte

Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Leiterin der Erziehungsberatungsstelle Südviertel e.V. für Kinder und Erwachsene, Münster

12.30 Uhr

Plenum: Familienbildung – ein Stiefkind der Kinder- und Jugendhilfe?

Willkommen im World-Café: Was nehmen wir aus dieser Tagung mit? Was nehmen wir uns vor?

Das World-Café ist eine Methode, die es erlaubt, sich in ungezwungener Atmosphäre auf persönliche Gespräche einzulassen. Gezielte, vorbereitete Fragen, einfache Prinzipien und wenige Regeln unterstützen die Teilnehmenden dabei, einander zuzuhören, ihr Wissen zu teilen und sich zu vernetzen. Dadurch besteht die Chance, nicht nur neue Informationen, sondern auch neue Sichtweisen und Einsichten zu gewinnen. Lassen Sie sich zum Abschluss der Tagung davon inspirieren!

14.00 Uhr

Ende der Tagung


Praktische Hinweise

Veranstalter:

Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK),
Ernst-Reuter-Haus, Berlin
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin
Telefon: 030/39001-136
Fax: 030/39001-146
E-Mail: agfj@vfk.de
Internet: www.vfk.de/agfj

Tagungsort:

Ernst-Reuter-Haus, Berlin
siehe Adresse des Veranstalters

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 12.04.2007 beim VfK an. Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie spätestens nach Anmeldeschluss. Bei Abmeldung Ihrerseits nach dem 12.04.2007 ist die volle Gebühr gültig; die Tagungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich ist Ihre Anmeldung ggf. auf eine andere von Ihnen benannte Person übertragbar. Bitte geben Sie unbedingt auch Ihr jeweils gewünschtes Forum an.

Kosten:

Die Tagungsgebühr beträgt 90 Euro. Bitte überweisen Sie diesen Betrag nach Erhalt der Rechnung/Bestätigung auf das angegebene Konto.

Übernachtung:

Die Buchung im Hotel nehmen Sie bitte selbst vor. Ihre Übernachtung zahlen Sie bitte bei Abreise direkt im Hotel.

Das Hotel ALBRECHTSHOF stellt bis 01.03.2007 ein Zimmerkontingent zur Verfügung, das unter dem Stichwort „VfK“ abgerufen werden kann. Das Einzelzimmer kostet pro Nacht 90 Euro inkl. Frühstück.
Adresse: Albrechtstr. 8, 10117 Berlin
(Nähe S-Bahnhof Friedrichstraße, drei S-Bahn-Stationen vom Tagungsort entfernt)
Telefon: 030/3 08 86-0
Fax: 030/3 08 86-1 00

Anreise:

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Von den Bahnhöfen Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Friedrichstraße mit der S-Bahn in westliche Richtung (Wannsee, Spandau, Westkreuz, Potsdam) bis Bahnhof Tiergarten.

Vom Flughafen Tegel mit dem Bus X9 oder 109 bis zum Bahnhof Zoologischer Garten, eine Station mit der S-Bahn in östliche Richtung (Ahrensfelde, Mahlsdorf, Strausberg, Wartenberg, Schönefeld) bis Bahnhof Tiergarten.

Der JetExpressBus TXL ab Flughafen Tegel hält am Hauptbahnhof - täglich bis 21:00 Uhr im 10-Minuten-Takt, weiter wie oben.

Vom Flughafen Tempelhof mit der U-Bahnlinie U6 Richtung Alt-Tegel bis Friedrichstraße, dann mit der S-Bahn in westliche Richtung bis Bahnhof Tiergarten.

Anreise mit dem PKW: Aus allen Richtungen ins Zentrum (Tiergarten), Straße des 17. Juni, zwischen Ernst-Reuter-Platz und Siegessäule.

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zuletzt geändert am 20.08.2008 - Kontakt: webmaster@fachtagungen-jugendhilfe.de - Impressum